Vor ca. 2 Jahren war erste Lockdown - wir alle mussten uns mit einer Situation abfinden, die wir so wohl noch nie erlebt haben.
Keine SM-Stammtische, keine SM-Partys und keine smigen Veranstaltungen konnten stattfinden. Das hatte für viele von uns auch soziale Auswirkungen. Wie ging es Euch damit?
Führte die Absenz smiger Veranstaltungen und Treffen bei Euch eher zu einer intensiveren Beschäftigung mit SM, oder gerade das Gegenteil? Sind ganz andere Dinge in eurem Leben plötzlich viel wichtiger geworden?
Haben die Einschränkungen in der persönlichen Freiheit vielleicht auch zu mehr Freiräumen geführt? Konntet ihr Euch mit Dingen beschäftigen, die sonst nicht so "auf der Tagesordnung" waren?
Oder war es Alles nur einschränkend?
Diese und weitere Fragen wollen wir gerne beim nächsten Gesprächskreis diskutieren.
6 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich im Gesprächskreis SundMehr um über das Thema "Freiheiten und Freiräume in der Pandemie" zu sprechen.
Die konzipierte Ausrichtung, wie wir unserer smige Neigung in der Pandemie auslebten - oder eben auch nicht auslebten - trat vor dem Hintergrund des Teilnehmersettings, etwas ins Abseits.
So waren 3 TeilnehmerInnen das erste Mal hier, ein weiterer Teilnehmer das zweite Mal. Alle 4 sagten von sich selbst, im Bereich BDSM noch wenige bis keine Erfahrungen zu haben.
Nichtsdestotrotz berichtete ein Teilnehmer von interessanten virtuellen Kontakten übers Internet und spannenden D/S-Spielen. Eine andere Teilnehmerin hingegen berichtete, dass regelmäßige sexuelle Kontakte
mit Beginn der Pandemie plötzlich nicht mehr stattfanden bzw. stattfinden konnten, was sie als sehr einschränkend empfunden hat. Eine Hinwendung zu ganz anderen Themen während der Pandemie wurde so von Keinem berichtet.
Ziemlich schnell entwickelten sich Gespräche und Diskussionen über unterschiedliche Praktiken im Bereich BDSM. Vor allem interessierten sich dafür die neueren Teilnehmer. Und mal wieder die Frage: Was ist eigentlich
"richtiger BDSM"? Hier konnten wir uns darauf einigen, dass diese Frage nicht zu beantworten ist, da BDSM für jeden etwas anderes bedeutet und jeweils sehr unterschiedlich gelebt wird. Während des Gesprächs
erzählten einige Teilnehmer von Erfahrungen die sie - teilweise auch im Rahmen professioneller sexueller Dienstleistungen - erlebt und gemacht haben. Diese fanden allerdings jeweils vor bzw. nach der Pandemie statt.
Ein sehr engagierter, motivierter und - im positiven Sinne - emotionaler Gesprächskreis endete diesmal nicht mit der Raucherpause um ca. 21:30 Uhr - es wurde danach noch fast eine weitere Stunde diskutiert, bis sich die Runde dann auflöste.
Datum: | 29.04.2022 |
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Uhrzeit | 20:00 Uhr |
Ort: | ![]() |
Anfahrt: |
Anfahrt über B 14/B29: Anfahrt mit öffentlichen Verkehrmittel siehe Homepage der VVS |
Kontakt: | info@SundMehr.de |